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Da wächst was Gutes heran …..

Nachdem unsere 18-Loch Jugendmannschaft unter der Führung von Jugendwart Bernd Steinhoff beim letzten Gruppenspiel neben dem Bruttosieg auch noch denkbar knapp den Nettosieg vor dem favorisierten Golfclub Heilbronn-Hohenlohe erzielen konnte, waren zum ersten Mal zwei Finalspiele erreicht. Zum Nettofinale hatte der BWGV die qualifizierten 14 Teams nach Herbolzheim zum Golfclub Breisgau gerufen. Neun Jugendspieler, Betreuer Stefan Paxian und der Interims-Captain Albert Bost, der aufgrund einer Erkrankung von Bernd Steinhoff die Aufgabe übernahm, starteten am 21.09. frühmorgens das Abenteuer Nettofinale. Nach dem Verladen von Ausrüstung und ausreichend Reiseproviant ging die Reise los. Alle Spieler kamen gut gelaunt, waren sie doch von der Teilnahme am Schulbetrieb befreit. Die Fahrt war ruhig, die Pension in Rust wurde nach weniger als 3 Stunden erreicht. Zimmer beziehen, kurz ausruhen, umziehen und schon ging es zur Proberunde ins 15 km entfernte Herbolzheim. Das Wetter war schwül, es lag ein Unwetter in der Luft. Nach 12 gespielten Löchern mussten wir unser Flights ins Clubhaus zurückrufen, da die ersten Blitze am Himmel zuckten und massive Regenwolken den Himmel verdunkelten. Es gelang gerade noch die Bags im Transporter zu verstauen, als ein stattlicher Starkregen dem Vorbereitungstag ein jähes Ende setzte. Die Jungen Golfer ließen sich dadurch nicht irritieren. Bei einem gemeinsamen Abendessen, gesponsort vom Ehepaar Manske (danke nochmal dafür), konnten wir die Details für den Turniertag besprechen und gut gelaunt der Tag ausklingen lassen. Es ist sicher kein Zufall, dass unsere Golfjugend so erfolgreich ist. Die Jugendlichen zeigten sich sehr fokussiert – um 22:30 Uhr waren alle im Bett. Die Betreuer bilden sich bis heute ein, dass dann auch schon alle schliefen. In der Nacht zum 22.09. war es stark abgekühlt. Nach einem gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen begab sich das gesamte Team bei 7°C zum Turnierort. Das Pokalturnier stand von Beginn an unter keinem guten Stern. In der Nacht hatten Einbrecher mehrere Fenster des Clubhauses eingeschlagen. Für den ausrichtenden Verein war die Durchführung der Veranstaltung dadurch sehr mühsam. Scorekarten und Turnierunterlagen durften nur unter Aufsicht der Polizei aus dem Clubhaus geholt, die sanitären Anlagen nicht betreten werden. Kurzerhand wurde der Ballautomat geöffnet, damit sich die Jugendspieler zum Warmspielen Bälle entnehmen konnten. Glücklicherweise war die Verpflegung von Beginn an gesichert und fuhren Caddys die Spieler bei Bedarf zu den Toiletten an den Bahnen 5 und 14. Nachdem die Spurensicherung den Tatort freigegeben hatte, normalisierte sich die Situation sehr schnell. Dem ausrichtenden GC Breisgau ist es zu verdanken, dass die Spieler kaum etwas von den Friktionen mitbekamen. Unsere Jungen gingen alsbald ans Werk. Der Platz war schwer, die Fairways durch nicht/schlecht zurückgelegte Divots massiv beeinträchtigt und die Grüns wiesen teilweise Risse auf. Die Spielgeschwindigkeit war extrem langsam. Nicht alle unserer Nachwuchsgolfer kamen damit zurecht. Nur Jan-Marco Manske konnte puffern. In der Endabrechnung erreichte unsere Mannschaft den letzten Platz. Damit befindet sich das Team in illustrer Gesellschaft. Rang 12 und 13 bekleideten mit 2 Nettopunkten mehr der GC Hetzenhof und der Stuttgarter GC Solitude. Das allgemeine Spielniveau war, wie nicht anders zu erwarten ziemlich schwach. Die meisten Teams waren mit Handicaps über 20 angereist. Der siegreiche GC Pforzheim wies einen Durchschnitt von ca. 22 HCP auf und erreichte im Mittel nicht ganz 36 Nettopunkte. Zum Vergleich: unser Mannschafts-HCP betrug 8,8. Die Einzelergebnisse unserer Spieler: Jan-Marco Manske 35 Netto Jens Laukemann 31 Netto Alex Bost 29 Netto Christian Manske 26 Netto Tim Steinhoff 25 Netto Nick Schlosser 24 Netto Ersatzspieler, Caddies und Begleiter: Maximilian Schenk, Thomas Paxian und Moritz Zielosko Auf dem Rückweg ins Hotel war das Team ziemlich geknickt. Jeder hatte sich mehr vorgenommen. Es wurde gemeinsam analysiert und bald kam man zum Schluss: beim Bruttofinale am kommenden Wochenende in Marhördt wollte man es besser machen. Das Interessante am Nettofinale ist die gemeinsame Feier aller teilnehmenden Mannschaften im Silver Lake Saloon des Europa-Parks in Rust. Wir entschlossen uns, den Weg von der Pension am frühen Abend zu Fuß zurückzulegen und waren eines der ersten eintreffenden Teams. Für alle Teilnehmer war das anschließende Essen, die Siegerehrung und die Unterhaltungseinlagen unvergesslich. Unsere Jungs zeigten sich trotz des ernüchternden Ergebnisses im Turnier in guter Feierlaune, waren aber durchaus diszipliniert was sich schon darin zeigte, dass alle um 23:00 Uhr wieder in Ihren Betten lagen. Vor allem wieder die Betreuer. Traditionell lädt der Europa-Park die Teilnehmer des Nettofinales sonntags zum Parkbesuch ein. Auch wir folgten diesem Ruf. Die Jugendlichen hatten einige angenehme gemeinsame Stunden. Schön zu sehen war, dass die Größeren auf die Kleineren achteten. Alle begegneten sich, ungeachtet des Alters oder der Spielstärke immer auf Augenhöhe. In diesem Team gibt es keinen Platz für Arroganz und Ausgrenzung. Für die Betreuer war es wie immer leicht, die Mannschaft zu leiten. Der Golfclub kann stolz sein auf seine Jugendmannschaft, in der nicht nur das Sportliche, sondern auch das Kameradschaftliche hochgehalten wird. Die Heimreise war geprägt von vielen Staus. Als der Transporter dann endlich im Dunkeln auf den Parkplatz unseres heimischen Clubs einbog, begann ein Platzregen verbunden mit heftigen Sturmböen. Es war in jeder Hinsicht eine denkwürdige Reise. Am darauffolgen Freitag den 28.09. starteten wir das Abenteuer Bruttofinale. Zu unserem Glück war der Austragungsort der Meisterschaftsplatz des benachbarten GC Marhördt. 30 Minuten Fahrzeit macht vieles leichter. Wir reisten in kleineren Gruppen an. Die Golfeltern spielten Chauffeur. Bei der Proberunde, die diesmal vollständig durchgeführt werden konnte, assistierte Stefan Paxian erneut dem Interims-Captain Albert Bost. Der erste Wermutstropfen am Finaltag war, dass Stefan Paxian und sein Sohn Michael ebenso nicht teilnehmen konnten, wie Jens Laukemann. Dieses Mal war Albert Bost als Captain auf sich alleine gestellt. Die Mannschaft machte es ihm leicht, zeigte sich schon beim Warmmachen und Einspielen äußerst konzentriert. Entgegen dem Nettofinale waren die teilnehmenden Mannschaften mit ihren stärksten Kadern angereist. Es ist schon erstaunlich, wie viele der antretenden Jugendspieler bereits fester Bestandteil von Erstbundesligateams sind. Die Leistungsdichte war enorm. Einige der Besten hatten bereits internationale Erfahrung oder Deutsche Meisterschaftstitel gesammelt. Was an dieser Stelle auch einmal angemerkt werden darf ist die höchst angenehme und kompetente Turnierleitung um unseren Clubkameraden Ingo Bücher. Unsere Jungs spielten konzentriert. Es gab dieses Mal nur zwei Verschlechterungen. Am Ende konnte der 10. Platz unter den 13 Top-Teams in Baden-Württemberg errungen werden. Ein Extrapreis für einen der beiden gespielten Eagles des Turniers ging an Tim Steinhoff. Die beste Haller Runde spielte Alex Bost mit 78 Schlägen. In der Einzelwertung erreichte er den geteilten 9. Platz nur 4 Schläge hinter dem Sieger. Insgesamt wurden im Turnier fast 80 Birdies gespielt. Das zeigt das hohe spielerische Niveau der Teilnehmer. Der Platz war aufgrund des trockenen Sommers teilweise sehr sandig, die Grüns aber in guter Verfassung. Die Ergebnisse unseres Teams: Alex Bost 30 Brutto Jan-Marco Manske 28 Brutto Tim Steinhoff 25 Brutto Maximilian Schenk 19 Brutto Moritz Zielosko 19 Brutto Christian Manske 18 Brutto Ersatzspieler: Nick Schlosser und Caddie Siegreich war der Stuttgarter Golfclub Solitude mit 159 erspielten Bruttopunkten vor den Golfclubs Mannheim-Viernheim (138 Brutto) und Schönbuch (137 Brutto). Unser Team erreichte starke 121 Bruttopunkte. Mit etwas mehr Fortune wäre Platz 4 (128 Brutto) möglich gewesen. Wie gewohnt wurden nach der Runde die einzelnen Löcher auf das Genaueste rekonstruiert, analysiert es wurden Alternativen und bessere Strategien entworfen. Der Club muss bei solchen Jugendspielern keine Angst um seine sportliche Zukunft haben. Bericht:Albert Bost

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